Wintersonnenwende in Neukoelln
Hier die beeindruckenden Fotos vom Konzert des braintreeorchestras am 21.12.2011 in der Richardschule in Berlin Neukölln, Copyright Elisabeth Schöpe.
ANSCHAUEN GENIESSEN FREUEN!
braintreeorchestra im Netz
Hier gibt es zusammengefasst alle Links im Internet über die musikalische Bildungsarbeit der braintreeacademy:
braintreeorchestra Berlin 2011: http://www.youtube.com/watch?v=7ATLDSFvNts&feature=share
Du bist smart Workshop 2011: http://du-bist-smart.vcat.de/125/
Bigband Güstrow Lenzen 2010:  http://www.youtube.com/watch?v=UQAdhrCSQ_Q
Karneval der Kulturen 12. Juni 2011
Beim Konzert vor der Cocktailbar “Zahers” im Herzen Kreuzberg gab das braintreeorchestra Lieblingsstücke zum Besten und improvisierte zusammen mit einer vorbeiströmenden Band “TNT” – denn mehr Bläser bringen mehr Spaß!!!!!!!!!!
Wer möchte, kann hier schauen: http://www.youtube.com/watch?v=7ATLDSFvNts
Nächste Konzerte:
Am 17. Juni von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr bei freiem Eintritt in der Kiezspinne, Schulze-Boysen-Straße 38, S und U Bhf. Frankfurter Allee und am
21. Juni von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr zur “Fete de la musique” vor dem “Café am Treptower Park” Moosdorfstraße / Am Treptower Park
Bis ganz bald!
Bigband Güstrow im Bundestag September 2010
Bigband Güstrow im Bundestag September 2010
“Neubeginn für Projekt Bigband in Güstrow?” SVZ, 29.09.2010
Früheres Ensemble der Kreismusikschule geht „privatisiert“ eigene Wege/Zweiter Anlauf für Türkei-Tour/Keimzelle für neue Band an Musikschule
GÜSTROW Baut Sandra Weckert Luftschlösser? Kommenden Freitag sollte ihre Bigband bei der Güstrower Kunstnacht auftreten – gestrichen. Im Frühjahr war eine große Türkei-Tournee geplant – geplatzt. Das mit einem 70 000-Euro-Budget veranschlagte Abenteuer soll nun im nächsten Jahr über die Bühne gehen. Die Chefin der Band ist zuversichtlich, erwartet nach eigenen Angaben in diesen Tagen die letzte noch nötige Finanzzusage. Wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene dann mitkommen werden, erscheint derzeit nicht klar. Noch 30 Mitglieder habe die Band, sagt sie selbst. Dass die Tour im April platzte, lag auch an großen Bedenken von Eltern. Die Güstrower Bigband als Kulturbotschafter Deutschlands? Das erscheint denn doch manchem als eine zu gewagte Nummer.
Wie überhaupt das Projekt Bigband in den letzten Jahren wuchs, dass es vielen offenbar zu groß wurde. Seit Sandra Weckert vor zwei Jahren die Truppe der Kreismusikschule von Lothar Reißenweber übernommen hatte, revolutionierte die Berlinerin die Band. Auftritte außerhalb des Rahmens der Musikschule organisierte die extrovertierte Ensembleleiterin, machte das Aushängeschild der Kreismusikschule über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt. Knapp 50 Mitglieder hatte die Band auf dem Höhepunkt, wurde zugleich kommerzieller. Um den immer größeren Aufwand händeln zu können, wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, der voriges Jahr die Musikschule von der Trägerschaft ablöste.
Doch großer Zulauf bedeutet auch, sehr viele Charaktere unter einen Hut zu bringen. Weckert hat da ihren eigenen Stil, brachte ihr Ausbildungs-Unternehmen „Braintree Academy“ ins Spiel. Ihr Ziel sei eine sehr schnelle, sehr konzentrierte Ausbildung der kleinen und großen Musiker. Kritiker sprechen auch von Brainwash-Methoden. Weckert weiß das, stellt dem ihren Firmen-Slogan entgegen: „Grow up your mind and success will follow you“. Heißt etwa: Entwickle deinen Geist und der Erfolg wird dir folgen. Den Geist versteht Weckert sehr wohl doppelsinnig: intellektuell und spirituell.
Wenngleich ihr musikalischer Erfolg (von manchen aber auch nicht) bescheinigt wird – folgen mochten dem nicht alle in der Band. Und überhaupt: Sehr wirtschaftlich aufgezogen habe Weckert das Ganze, sagen Mitglieder des inzwischen wieder aufgelösten Fördervereins. Die Güstrower Bigband firmiert jetzt unter Regie der „Braintree Academy“. Eine bis ins Frühjahr fortwährende Kooperation mit der Musikschule ist Geschichte. Gar von einer Bedrohung für die Kreismusikschule redet Weckert, wenn sie von schnellen Erfolgen ihrer Schützlinge spricht. Ihren Honorarvertrag mit der Schule kündigte sie, sich unverstanden fühlend, im Frühjahr. Wollte sie für Güstrower Verhältnisse zu viel?
Mit dem Konzept einer kommunalen Musikschule passte das alles längst nicht mehr zusammen. Die Wunden in der Speicherstraße sind am Heilen, die Musikschule hat andere Sorgen, eine geplante Gebührenerhöhung etwa. Und noch klein, aber mit einiger Hoffnung, etabliert sich unter dem Rostocker Saxophonisten Christoph Jenner an der Musikschule wieder ein Bläserensemble. Keimzelle für eine neue Bigband?
Eckhard Rosentreter
“Jailhouse Rock” Fidelio Zeitung
Ein Konzert der ganz besonderen Art fand am 2.11. im Kinosaal der Justizvollzugs- anstalt Bützow statt. Neben den zahlreichen inhaftierten Gästen waren zudem Justizministerin Uta-Maria Kuder, Anstaltsleiterin A. Mauruschat, Eckhart Rehberg (CDU Bundestagsabgeordneter), diverse Medien und noch viele andere externe Gäste anwesend.
Was dieses Konzert so einzigartig machte, war die zuvor noch nie da gewesene hohe Anzahl von 32 Bandmitgliedern. So voll war die hergerichtete Bühne im Kinosaal noch nie, es grenzte an ein Wunder, das alle Mitglieder der Band plus ihrer Instrumente Platz fanden. Ungewöhnlich an der Band ist zudem, dass sie die klassische Besetzung außer Acht lässt, Saxophone, Bassgitarren, Klarinetten, Flöten, ein Schlagzeug und Sänger hat sie zu bieten.
Eingeladen hatte die Bigband der Kreismusikschule Güstrow die Anstalt selbst. Eine Hürde musste jedoch zuvor genommen werden. Da die Band zum Großteil aus unter 18 Jährigen besteht, musste eine Ausnahmegenehmigung her. Die Justizministerin sah es nicht so streng und erteilte diese. ( In MV dürfen no9rmalerweise unter 18 Jährige Justizvollzuganstalten nicht betreten.)
Einlass für die Gefangenen in den Kinosaal war 15 Uhr und zu deren Verwunderung waren schon zahlreiche Gäste anwesend, darunter Justizministerin Kuder und Anstaltsleitern Mauruschat. Diese beiden leitenden Führungskräfte sowie der Bundestagsabgeordnete Eckhard Rehberg, hielten nacheinander eine Eröffnungsrede. Danach gings auch gleich los. Das Konzert begann mit einem Klassiker: „House of the rising sun“ von The Animals. Weitere Songs folgten. Einer von ihnen hatte sogar den Titel „Traue niemals einem Anwalt“ der lustigerweise nur gepfiffen wurde. Dieser und andere Songs, wie zum Beispiel noch „Lovesong for George W. Bush“ wurde von der Dirigentin und Chefin der Bigband Sandra Weckert geschrieben. Das Repertoire der Band schien schier endlos zu sein. Für jeden war was dabei, von Klassik, Jazz, über Rock bis hin zu selbst geschriebenen Songs.
Nebenbei waren auch immer wieder kleine Showeinlagen zu beobachten. So kam es vor, dass bei einem Song sich alle Bandmitglieder von ihren Stühlen erhoben, bei einem anderen war die Bühne fast leer, weil ein Großteil der Band sich links und rechts neben dem Publikum positionierte und der Menge durch Klatschen einheizte. Auch kam es vor, dass ein Song nur instrumental gespielt wurde. Hätte einer der anwesenden Zuhörer den Song erkannt, hätte es eine CD als Preis gegeben.
Insgesamt 120 Gefangene der verschiedensten Haftabteilungen lauschten dem Konzert. Diese konnten sich in bereits Wochen zuvor ausgehängten Listen eintragen. Laut dem Bericht des Nordmagazins vom 17.10. waren ausschließlich Gefangene anwesend, die wegen besonders guter Führung in der JVA glänzten.
Das Konzert endete schließlich nach 75-minütiger Dauer und nachdem die Anstaltsleiterin einen großen Blumenstrauß der Dirigentin überreicht hatte, hieß es für die Gefangenen den Saal zu verlassen.
Angaben einiger Inhaftierter zufolge waren diese vom dargebotenen Programm positiv überrascht. „Es könnten ruhig öfter solche Veranstaltungen stattfinden.“ Da ist nur zu hoffen, dass die Anstalt auch in Zukunft Kontakt zu so guten Gruppen aufnimmt und diesen einen oder mehrere Auftritte ermöglicht. Der Auftritt der Bigband Güstrow war jedenfalls energiegeladen und etwas zuvor noch nie da Gewesenes. Einfach nur sensationell!!!
Zum Schluss isst noch zu erwähnen, dass die Band ohne einen Cent zu verlagen, auftrat. In der heutigen Zeit doch etwas sehr Ungewöhnliches. Deshalb an dieser Stelle ein recht herzliches Dankeschön.
Konzert hinter Knastmauern SVZ 3. November 2009
„Das hat es noch nicht gegeben. Erstmals spielte eine 32-köpfige Band in der Justizvollzugsanstalt Bützow. 120 Gefangene lauschten der Güstrower Jugend Big Band bei ihrem 75-minütigem Konzert. Auch Justizministerin Maria Kuder und der CDU Bundestagsabgeordnete Eckhard Reberg ließen sich den Auftritt im Kinosaal der JVA nicht nehmen.
Die Idee für das Konzert kam nach einem SVZ Artikel über die Big-Band im Juli. Sandra Weckert, Dirigentin und Chefin der Big-Band: „Wir haben natürlich sofort zugesagt.“ Für die Musiker im Alter zwischen zehn und 76 Jahren war der Auftritt ungewöhnlich Geprobt haben die Mitglieder intensiv und so bekam das Publikum Songs von The Doors, The Animals und anderen bekannten Bands geboten.
“Mit Leib und Kehle” SVZ 18. Juli 2009
Im Musikrausch: Güstrower Bigband platzt aus allen Nähten
Güstrow (kaho) – Nichts geht mehr!
Die Bigband der Güstrower Kreismusikschule läuft über. Auf derzeit 48 Mitglieder hat sie es gebracht. “In einer herkömmlichen Bigband sind 18 bis 20 Leute”, sagt Sandra Weckert, die seit März 2008 Leiterin der Truppe ist und auf “Bigband-Richtlinien” keinen Wert legt. Erlaubt ist, was Spaß macht. Das trichtert die 36-Jährige den Bandmitgliedern ein – und es kommt an. Den Weg zur montaglichen Probe nehmen auch Musiker aus Schwerin oder Rostock auf sich. “Keine Busverbindung ist zu schlecht, die Leute kommen” sagt Weckert, die noch viel vor hat.
Von der Lust am eigenen Erfolg – Güstrower Bigband spielt sich von Probe zu Probe in einen Rausch. Geheimrezept: Freiheiten
Für eine Trompete wäre noch Platz und eine Posaune. Aber dann ist Schluss. Die Bigband der Güstrower Musikschule platzt mit derzeit 48 Musikern aus allen Nähten. der Grund: Sandra Weckert, Leiterin seit März 2008, stellt ihren Schützlingen immer wieder eine ganz wesentliche Frage: “Worauf habt ihr Lust?”
Sie trägt wie üblich knallige Farben. Heute gibt’s zu den leuchtend roten Haaren ein schrill-grünes T-Shirt. Sandra Weckert hat ihre Schuhe ausgezogen. Barfuß läuft sie über das alte Parkett der Aula im Brinckmann Gymnasium. Noch eine Stunde bis zum Konzert. Die Gitarre arbeitet noch, auch der Bass fehlt und ein paar Tenorsaxophone. Aber Sandra Weckert ist schon eifrig dabei, etliche der Kinder, Jugendlichen und Älteren sitzen auf ihren Plätzen, spielen ein B, trinken einen Schluck Wasser, spielen ein C – und lachen dabei immer wieder.
Das schmale Mädchen mit dem Riesen-Pflaster auf dem Knie genauso wie die junge Frau im Abendkleid. Sandra Weckert hat die Truppe angesteckt. Aus Berlin kam sie und hat Feuer mitgebracht. Darin möchten immer mehr baden.
48! So viele Mitglieder zählt die Band. “Die Leute rennen mir die Bude ein.” Schön sei das, aber irgendwann. Tenor und Waldhorn kommen im September noch dazu, ein Trompeter und eine Posaune wären noch toll. Aber dann sei wirklich Schluss. “Eine Bigband hat normalerweise 18 bis 20 Mann”, sagt Weckert. Und das in einer herkömmlichen Bigband auch keine Klarinetten spielen, auch keine zwei Keyboarder und keine zwei Gitarren. “Ich will keine Scheuklappen haben, jedes Instrument ist eine Bereicherung.” Weckert sei offen für alles Exotische: “Ich spiele Strawinsky genauso gern wie AC/DC.”
Die Probe heute ist eine besondere. Ein Freund Weckerts aus Berlin ist da, er legt auf den Soundcheck besonders viel Wert – denn das Konzert soll aufgezeichnet werden. Die Band plant eine CD, einige Lieder sollen auf der Homepage im Internet als Kostprobe veröffentlicht werden – sogar auf der Internetplattform Youtube. Der Mann aus Berlin braucht zum Abstimmen ein Schlagzeug, der Schlagzeuger ist noch nicht da. Phillip, eigentlich Trompeter, soll den Job übernehmen. Gerade hat er mit seinen Kumpels Grimassen geschnitten. Weckert sagt ihm, was er spielen soll – und er bekommt es irgendwie hin. “Super das hast du klasse gemacht.”
Schnelle Erfolgserlebnisse. “Ich kann’s nicht, gibt’s nicht.” Das sei Motto der Band. “Der Computer in unseren Köpfen will nur benutzt werden, ich docke da einfach an”, sagt Weckert.
Zwischen Wasserflaschen, Kabeln und Notenblättern sitzt mit Ihrer Klarinette Elisabeth Wächtler (17) aus Schwerin. Einen Workshop der Bigband hat sie mitgemacht – und wollte einfach dabei bleiben. “Es macht so viel Spaß”, deswegen kommt sie so oft wie’s geht zur Probe. Und wenn sie nicht kommen kann, lässt sie sich “von Sandra” per Mail die Noten schicken oder hört die Stücke auf die CD. Weckert: “Die Entwicklung der Band ist spürbar, die Leute fühlen sich frei, deswegen kommen und bleiben sie.”
“Alle zusammen klingen gut” Ostseezeitung 25. Juli 2009
Enthusiastisch und exentrisch: Unter der Leitung der erfahrenen Musikerin
Sandra Weckert feiert die Güstrower Bigband mit ihrem unkonventionellen
Programm öffentliche Erfolge.
Güstrow (OZ) Sandra Weckert (36) läuft auf Krücken. Sie kommt direkt aus England. Dort hat sie sich den Fuss verstaucht. Aber es muss Schlimmeres passieren, damit die Leiterin der Güstrow Bigband nicht zur Probe kommt. Sandra Weckert hat rot gefärbtes Haar, trägt eine braune Lederjacke und versteht es, sich und andere zu unterhalten. “Wer ist die größte Rockband aller Zeiten?”, fragt sie mit kräftiger Stimme. “Led Zeppelin oder AC/DC? Alle dürfen antworten, außer Jeff.” Jeff antwortet trotzdem: “AC/DC natürlich!” Dabei wissen die Mitglieder der Bigband Güstrow genau, dass Led Zeppelin die Nummer eins ist.
Im Jahr 2002 wurde sie gegründet, die Bigband. Von dem Stralsunder Lothar Reissenweber, der Klarinettenunterricht in der Kreismusikschule Güstrow gab. Nach diversen Dirigentenwechseln kam Reissenweber im Februar 2008 auf die Idee, jemanden für den Posten zu besetzen, den er noch aus seiner eigenen Zeit im Landesjugendorchester kannte – Sandra Weckert.
Die Berliner Profimusikerin spielt unter anderem Klavier, klassische Geige und Saxophon. Sie bewarb sich mehrere Jahre erfolglos an Berliner Musikschulen und komponierte dann aus Protest ihre eigene, unkonventionelle Musik. Erfolgreich. Sie brachte mehrere Platten heraus und erhielt Aufträge für Hörspielmusiken und Kinofilme. Unter ihrer Leitung stieg die Mitgliederzahl der Bigband erheblich, wurden Konzerte organisiert und Workshops abgehalten.
Losgelöst von der Musikschule, gründete die Band ihren eigenen Verein. Und das, obwohl viele der Mitglieder mit der Frage: “Wie kriege ich einen Ton aus meinem Instrument heraus?” am Anfang ihrer musikalischen Entwicklung standen. Spaß statt Pauken, Team statt Hierarchie, mit dieser Herangehensweise bewirkte Weckert extreme Entwicklungssprünge der Mitglieder in musikalischer und sozialer Hinsicht.
Geprobt wird jeden Montag um 17.00 Uhr in der Aula der Wossidloschule in Güstrow. 44 Menschen zwischen 8 und 76 Jahren finden sich dort zusammen, ausgerüstet mit Querflöte, Posaune, Klarinette und was der Instrumenten sonst noch zu bieten hat. “Wenn man allein spielt, klingt das manchmal komisch”, sagt Henning, “alle zusammen klingen immer gut.” Der Zehnjährige lernt seit einem Dreivierteljahr Altsaxophon. Seit einem Vierteljahr ist er Mitglied der Bigband.
Es gibt viele Kinder, die erst kurz dabei sind. Auch die Schwester von Henning ist Neuling auf dem Gebiet des gemeinsamen Musizierens. Sie war letzte Woche zum ersten Mal mit Ihrer Klarinette bei der Probe. “Mein Klarinettenlehrer ist auch hier”, sagt sie und zeigt auf einen Herren mit Nickelbrille und rückläufigem Haaransatz. Doch er ist nicht der Älteste der Bigband. Zwei Stühle neben ihm sitzt Udo Walta. Er ist 76. Früher war er Lehrer für Mathematik und Physik, heute ist er einer der Schüler. Aus voller Brust bläst er seine Posaune. Das kleine Mädchen neben ihm ist nicht älter als 12 Jahre. Alter und Geschlecht spielen keine Rolle in der Bigband, es geht darum, gemeinsam zu musizieren! Natürlich auch in der Öffentlichkeit. Häufig spielt die Bigband Funk und Jazz an verschiedenen Orten in Mecklenburg-Vorpommern.
Nun aber los: Sandra Weckert schlägt eine Taste auf dem Klavier an. “Chris!” Der junge Musiker versucht, mit seinem Saxophon den Ton zu treffen. Sandra Weckert fordert ihn auf, selbst einzuschätzen: “Und?” Chris zögert, dann antwortet er: “Zu tief.” Klarinettenköpfe werden gedreht, Gitarrensaiten gestellt, jeder einzelne der Bigband stimmt mit Sandra Weckerts hilfe sein Instrument. Anschließend sind die Saxophone und Klarinetten nicht mehr zu halten: “It’s a long way to the top, if you want the Rock’n Roll”
















































































































































































